Siem Reap und Angkor Wat

Dezember 13, 2008 by

So, von Battambang ging es mit dem Boot auf nach Siem Reap. Das ganze dauerte 7 3/4 Stunden und war sehr, sehr schoen. Los ging es auf einem kleinen braunen Fluss auf dem wir wegen der vielen kleinen Fischerboote Schlangenlinien fahren mussten. Anschliessend wurde der Fluss schmaeler, etwa 20cm breiter als das Boot, sehr interessant. Wir passierten schwimmende Doerfer und schipperten praktisch durch die Wasserpflanzen. Spaetestens auf dieser schoenen Bootsfahrt wurde uns deutlich wie arm dieses Land doch ist und mit wie wenig viele Menschen dort leben muessen. Trotzdem, alle lachen und winken, wir kamen uns vor wie die Koenigin von England. Nach einer weiteren Stunde auf dem See kamen wir suedlich von Siem Reap and und wurden von unserem Tuk Tuk Fahrer Mr. Rock willkommen geheissen.

Er brachte uns zum „Popular Guesthouse“ und war dann auch fuer die naechsten beiden Tage unser Fahrer.

Am Donnerstag ging es dann um 9.30h los zu den Tempeln von Angkor, wir verzichteten auf Radfahren uns liessen uns von Rock rumfahren. Die Tempel waren einfach toll, ein bisschen viele, aber toll. Weiteres werden wir hier aber nicht schreiben, denn die Bilder sprechen fuer sich und die gibt es bald zu Hause.

Am Abend des ersten Tages marschierten wir nach einem Essen beim Italiener (ja, wir konnten nicht anders) und einer super netten Unterhaltung mit einer Koechin aus Vancouver, ueber den Nachtmarkt … dort liess sich Karin die Fuesse kuessen … von diesen tuerkischen Fischen die man bei uns glaub ich nur benutzt wenn man Hautkrankheiten hat. War sehr lustig anzuschaun aber fuer mich zu kitzlig.

Heute Morgen, Samstag, ging es zurueck nach Bangkok. Wir kamen vorhin gut erhalten an (bitte alle durchatmen, die sich Sorge gemacht hatten) und gehen nun gleich shoppen. Morgen ziehen wir fuer die beiden letzten Naechte ins Le Meredien um.

Wir freuen uns auf unseren Neustart in Muenchen und schicken noch einmal viele Gruesse aus Bangkok.

Tanja & Karin

Battambang – Unterwegs mit Moto und Bamboo Train

Dezember 9, 2008 by

Heute frueh ging es mit dem Bus von Phnom Penh nach Battambang (wird aber Battambong ausgesprochen). Schoen langsam haben wir uebrigens echt keine Lust mehr auf Busfahren! Da es ja weder in Laos noch in Kambodscha richtige Autobahnen gibt und die Reise eher gemuetlich vorangeht, kann man zwar die Ausblicke auf die Landschaft und das Leben und Treiben an der Strasse geniessen, aber aus irgendeinem Grund wird immer mindestens einem Asiaten um uns rum im Bus schlecht. In den Bussen werden sogar immer schwarze Plastikkotztueten verteilt und diese werden auch fleissig genutzt. Heute waren wir gerade mal 5 Minuten unterwegs und noch nicht mal aus Phnom Penh raus, da ging es schon los! Muss wohl irgendwas genetisches sein. Naja, wie gesagt… aber die Aussicht ist schoen und wir haben ja auch nicht mehr allzuviele Busfahrten vor uns.

Um ca. 13:30 Uhr kamen wir im Hotel an und nach dem Mittagessen machten wir uns mit zwei Motos (Roller incl. Fahrer) auf. Erst ging es am Fluss entlang und dann durchs Hinterland. Wir machten bei einer Reismuehle, einer Haengebruecke und einem Bauernhof, bei dem es lecker Ananas, Bananen und Reiswein gab, Halt und kamen schliesslich am „Bahnhof“ an. Wobei Bahnhof natuerlich etwas uebertrieben ist. Eine Holzhuette und neben den Gleisen liegen Zugachsen (keine Ahnung ob man das so nennt… also halt ne Eisenstange mit links und rechts zwei Zugraedern dran) und ein Stueck Bambuszaun. Achsen auf die Gleise, Bambuszaun drauf, ein Motor dazu und fertig ist der Bamboo Train. Mitsamt unseren Fahrern inklusive ihrer Mopeds gings dann rauf auf den Bamboo Train und in ca. 20 bis 30 Minuten brachten uns unsere „Schaffner“ (die uebrigens ca. 13 Jahre alt waren) recht holprig mit ca. 30 km/h wieder zurueck nach Battambang. Da der Verkehr eingleisig ist, kann es vorkommen, dass einem ein anderer Bamboo Train entgegenkommt. Vorfahrt hatt dann normalerweise der Zug mit den meisten Leuten drauf, bzw. derjenige, der Mopeds geladen hat. Mit unseren zwei Mopeds hatten wir also gute Karten und zwei mal musste ein uns entgegenkommender Zug zerlegt und hinter uns wieder zusammengebaut werden. Regulaeren Zugverkehr gibt’s auf der Strecke auch, jedoch nur einmal woechentlich, wenn ein Gueterzug von der thailaendischen Grenze nach Phnom Penh und mit Benzin von Phnom Penh zurueck nach Battambang faehrt.

Morgen geht’s mit dem Boot nach Siem Riep zu den beruehmten Tempeln von Angkor.

Traumhafter Strand und Horrortrip zum Tauchen

Dezember 8, 2008 by

Um uns fuer die Tempel in Angkor und dann schoen langsam fuer die Rueckkehr nach Deutschland zu ruesten, haben wir noch mal 4 Tage Strand bei Sihanoukville eingelegt. Die Stadt selber ist recht haesslich, aber wir haben 5 km ausserhalb am Otres Beach im La Casa gewohnt (dorthin wurden wir uebrigens von zwei Mofas gebracht: die Ruecksaecke zwischen Fahrer und Lenkrad eingeklemmt und wir hinten drauf!). Traumhaft! Nur ein paar Bambushuetten, weisser Sandstrand, tuerkises Meer, freche Hunde, die jeden Versuch eine Sandburg zu bauen zunichte machten und ne putzige kleine Katze, die sich in unseren Bungalow geschlichen hat (und das von mir, wo ich doch Katzen gar nicht mag!!!). Unser Bungalow war ca. 10 m vom Wasser entfernt, die Leute waren supernett und das Essen klasse! Ich hab sogar noch mal nen kostenlosen Kochkurs bekommen und durfte der Koechin ueber die Schulter schauen :-) . Jetzt kann ich auch Khmer Curry.

Am Freitag fuhren wir nur kurz in die Stadt (diesmal uebrigens zu dritt auf dem Mofa! Also Fahrer Tanja und ich!) um Tanjas Wunde noch mal inspizieren zu lassen und Coke Light zu kaufen und den Nachmittag verbrachten wir dann am Strand, lasen und liessen uns mit Bindfaeden epilieren und massieren (das natuerlich nicht mit Bindfaeden, eh klar *gg*). Der Samstag war noch fauler, denn da haben wir uns wirklich nur vom Bungalow, zu den bequemen Sesseln, ins Meer und zurueck bewegt.

Gestern war dann fuer Tanja der absolute Horrortag. Wir waren Tauchen und der Weg zum Tauchplatz (ca. 2 Stunden mit einem umgebauten Fischerboot) war recht wackelig. Es gab teilweise 2-3 m hohe Wellen und das Schiff wurde ordentlich durchgeruettelt. Tanja hatte nicht nur mordsmaessig Angst, sondern ihr wurde natuerlich auch schlecht. Naja, die Fische haben sich ueber das Extrafutter gefreut. In unserer Tauchgruppe waren ein Este und ein netter Franke. Den ersten Tauchgang mussten wir dann nach 30 Minuten abbrechen, da sich ihre BCD (Weste) staendig selbst aufgeblasen hat und sie somit Probleme hatte unten zu bleiben. Dann fiel ihr auch noch das Atmen schwer, also brachen wir ab und tauchten auf. Den zweiten Tauchgang hat Tanja dann gleich sein lassen und ich war noch mal allein unten. Wahnsinnig viel hat sie aber eh nicht verpasst, denn die Sicht war nicht so besonders (ca. 5 m) und das Riff auch nicht gerade spektakulaer. Die Fahrt zurueck war dann vom Wellengang her noch schlimmer als der Hinweg und Tanja musste wieder leiden.

Jetzt sind wir zurueck in Phnom Penh. Ich hab grad meine gute Tat fuer heute vollbracht und im Kinderkrankenhaus hier Blut gespendet. Und weil Tanja so tapfer zugeschaut hat, gab’s fuer sie auch ein T-Shirt :-) . Ausserdem haben wir noch ne Tuete mit Lebensmitteln bekommen, die wir vor dem Krankenhaus gleich weitergeschenkt haben.

Morgen geht’s nach Battambang und dann weiter nach Siem Riep.

Phnom Penh – Chaotischer Verkehr und ein schreckliches Museum

Dezember 8, 2008 by

Letzten Dienstag fuhren wir mit dem Bus von Kratie nach Phnom Penh, der Hauptstadt von Kambodscha. Im Bus lernten wir Small kennen („my name small, but my body not small“). Er studiert in Phnom Penh und war grad zu Besuch bei seiner Familie auf dem Land. Ausserdem ist sein Kopf zu gross fuer Helme, weswegen er beim Mopedfahren keinen traegt und er hat eine Freundin, die ihn aber nicht liebt.

Im Guesthouse angekommen luden wir unser Gepaeck ab und machten uns mit dem Tuck-Tuck durch den total chaotischen Verkehr hier auf zum Russian Market um dort ein paar T-Shirts zu kaufen. A propos chaotischer Verkehr… ein kleines Beispiel: Wenn man links abbiegen will faehrt man ca. 30 m vor der Kreuzung schon mal auf die Gegenfahrbahn – auch wenn einem 100 Mopeds, Fahrraeder und Tuck-Tucks entgegen kommen – und biegt dann auch auf die Gegenfahrbahn ab. Von dort aus schlaengelt man sich durch den Gegenverkehr langsam rueber auf die Spur in die richtige Richtung. Ausserdem hab ich glaub ich wirklich noch nie so viele Mopeds, Fahrraeder, Autos und Tuck-Tucks auf engstem Raum zusammen gesehen… und das bei langsam fliessendem Verkehr. Sehr interessant!

Am naechsten Tag liessen wir uns in der Frueh zum Toul Sleng Museum, dem ehemaligen S-21 Gefaengnis der Roten Khmer bringen. In dieser umfunktionierten Schule wurden von 1975 bis 1978 mehr als 17.000 Leute inhaftiert und gefoltert und wer das ueberlebte wurde bei den nahe gelegenen „Killing Fields“ umgebracht. Beim Anblick der Bilder, Zellen, Folterinstrumente und hunderter von Fotos der Opfer wird einem wirklich ganz anders! Sehr deprimierend und ernuechternd!

Danach schauten wir uns noch den Wat Phnom (Tempel) und den Koenigspalast mit der beruehmten „Silver Pagoda“ an.

Auf nach Kambodscha …

Dezember 2, 2008 by

Von Don Khon ging es morgens um 8h mit einem kleinen Boot zurueck ans Festland und von dort mit dem Minibus vom Pan’s Guesthouse (dort wollten wir eigentlich schlafen, war aber voll und so assen wir nur dort *g*) zur Grenze. Aber wir waren nicht allein … 2 sooo dermassen doofe Hollaender standen um 7.40h vorm Guesthouse und meinten sie waeren bereit … schon voll schlecht gelaunt und zickig … arghh … naja, es hiess Abfahrt waer um 8h und so war das dann auch. Am Festland angekommen mussten erstmal beide aufs Klo … super …!!! An der Grenze ging dann das trara los … Es kann manchmal vorkommen, dass in suedostasiatischen Laendern (und wahrscheinlich auch anderswo auf der Welt) an der Grenze kleine, nicht ganz erklaerbare Gebuehren faellig sind … $1 oder so … meistens jedoch nach 4h nachmittags oder am Wochenende. Nun gut, wir standen also am laotischen „Huettchen“ um unseren Ausreisestempel zu bekommen und der Typ meine $1 fuer den Stempel … also gut, bei einem Dollar streiten man nicht rum, das steht auch im Reisefuehrer, den zahlt man eben …!!! Wir waren die ersten und zahlten brav, die beiden Hollaender hingegen diskutierten rum ohne Ende … ohne Erfolg, auch sie zahlten dann … wegen $1??? Also echt …

Ein paar Meter weiter bekamen wir dann unser Visum fuer Kambodscha, diesmal mit einem richtigen Aufkleber, total toll … mit dem Visum muss man dann wieder zu einem „Huettchen“ (mehr ist das da wirklich nicht) und man bekommt den Einreisestempel fuer Kambodscha … und auch die wollten $1 Gebuehr … und schon wieder fingen die beide an wie wild zu diskutieren … solche Idioten also echt.

Nach einigem Warten wurden wir dann nach Stung Treng gebracht und dort ging es etwa 45 Minuten spaeter weiter nach Kratie … naja und das war freilich mittags und man konnte dort was essen. Die beiden „sympatischen Nachbarn“ sassen (kein scharfes „S“) neben uns und bestellten „fried rice“, wie wir auch. Als das Essen dann kam entsprach es wohl nicht Ihren Anspruechen und scheinbar nicht dem „fried rice“ den sie gewohnt waren. Es sei zu wenig Fleisch und zu wenig Gemuese drin … eine Portion kostete $2 … diskutier ich da gross rum?? Nein, ich nicht, die schon. Sie wuerden das Essen nicht essen und auch nicht bezahlen. So, dann wurds mir aber mehr als zu bunt und so sagte ich Ihnen erst mal, dass sie seit der Grenze einen Terz ohne Ende machen und dass das jetzt doch wohl nicht sein kann. Wenn das der kambodschanische „fried rice“ ist, dann ist er das … und vielleicht wuerde er wo anders $1.50 kosten, aber sie haetten es ja nicht bestellen muessen … Naja, dann war Ruhe, sie haben es gegessen und bezahlt … (die beiden fuhren weiter nach Phnom Penh und promt sind sie im gleichen Guesthouse wie wir …)

So viel dazu … gegen 2h kamen wir schon in Kratie an und um 4h wurden wir von zwei Rollertaxifahrern abgeholt und 15km weiter noerdlich zum Ausgangspunkt unserer Bootstour gebracht. Die haben wir von unterwegs vorgebucht, a bissl teuer glaub ich, dafuer haben wir die vom Aussterben bedrohten Irrawaddy Delphine sogar beim Sonnenuntergang gesehen … das war echt sehr toll. Wir hatten ein Boot fuer uns allein und die Fahrt auf dem Roller war sehr interessant … uns begegneten 2 Roller die zig kleine Schweinchen in einem interessanten Bambuskaefig oder dergleichen quer auf dem Roller hinten transportieren … sehr witzig …

Die Khmer, so heissten die Einwohner Kambodschas, sind sehr sehr nette und offene Menschen … und sie sprechen auch besser Englisch als die Laoten und zum Teil auch besser als die Thais.

Tolle Wasserfaelle und Sonnenuntergaenge auf Don Khon

Dezember 2, 2008 by

Wie ich ja schon berichtet hatte ging es von Freitag auf Samstag mit dem Sleeper-Bus von Vientiane nach Pakse. Dort angekommen huepften wir gleich in den naechsten Bus, der uns nach Ban Nakasang brachte, um dann von dort mit dem Longtailboot auf die Insel Don Khon zu gelangen. Im Sueden von Laos, fast schon and der Grenze zu Kambodscha wird der Mekong sehr breit (in der Regenzeit bis zu 14 km breit!) und dort gibt es viele groessere und kleinere Inseln. Die Gegend wird „4000 Islands“ genannt, aber so viele sind es nur, wenn man jede kleine Sandbank mitrechnet. Wir entschieden uns fuer die Insel Don Khon und haben es nicht bereuht. Die Insel ist wirklich superschoen, sehr verschlafen und die Leute wahnsinnig nett. Wir liefen noch ein bisschen im Dorf rum, assen dann noch lecker zu Abend und um 21:15 Uhr lagen wir im Bett und wollten eigentlich noch 1-2 Stuendchen lesen. Eigentlich… um 21:48 gingen die Lichter aus und gleichzeitig konnte man den Stromgenerator ausgehen hoeren. Auf Don Khon wird um 22 Uhr geschlafen, jawollja :-)

Das hielt uns allerdings nicht davon ab trotzdem bis um 10 Uhr morgens zu schlafen! Nach dem Fruehstueck machten wir uns auf zum Li Phi Wasserfall. Eigentlich sind es sehr, sehr viele Wasserfaelle und es ist schon beeindruckend mit was fuer einer Gewalt der Mekong da runterknallt! Nach dieser einstuendigen Wanderung gab’s erstmal Mittagessen und fuer den Nachmittag hatten wir zusammen mit zwei Schweizerinnen eine Tour zu den grossen Wasserfaellen (Khone Pha Pheng, die waren noch ne Nummer groesser und gewaltiger als die Wasserfaelle am Morgen!) und eine anschliessende Bootsfahrt im Sonnenuntergang kreuz und quer um die Inselchen gebucht. Seeeeeehr schoen! Wir assen und ratschten dann noch mit den Schweizerinnen und puenktlich um kurz vor 10 ging wieder das Licht aus.

Sorry, aber es gibt keinen weiteren Fotos …

Dezember 2, 2008 by

Hallo ihr lieben,

da wir, wie erwaehnt, etwas Probleme mit Viren auf unseren Memory Sticks hatten und das Internet auch in Kambodscha nicht das allerschnellste ist, muesst ihr auf weitere Bilder vorerst verzichten.

Die gibt’s dann zu Hause. Konnten 2 DVD brennen (das sind schon ueber 2000 Bilder *g*) und ein Stick spinnt noch ein wenig … das klaeren wir aber daheim …

Wir hoffen, ihr besucht den Blog auch so geniesst wenigstens die Berichte.

KaTa aus Kambodscha!

Vientianne – Kein Tempel, dafuer ein fieser Pickel

Dezember 2, 2008 by

Am 26. November fuhren wir mit dem Bus von Vang Vieng nach Vientiane (wird allerdings Vien Chang ausgesprochen), der Hauptstadt von Laos. Tanja hatte am Tag zuvor schon einen recht fiesen Pickel im Nacken und dieser schien sich jetzt so richtig zu entzuenden, also machten wir uns erstmal auf zur Apotheke um eine Antibiotikasalbe zu kaufen. So versorgt liefen wir ein bissl am Mekong rum und genossen den Sonnenuntergang.

Am naechsten Tag wurde der Pickel noch schlimmer. Mittlerweile war es schon eher ein Abszess und Tanja konnte ihren Hals kaum noch bewegen. Wir beschlossen das ganze doch mal von nem Arzt anschauen zu lassen und machten uns auf ins Krankenhaus. Dort wurde die Wunde gereinigt und Tanja darf jetzt ne Woche lang Antibiotika einschmeissen.

Die Stadt hat uns nicht sonderlich gefallen. Eigentlich gibt’s dort nicht wirklich was zu sehen, also recht langweilig. Ausserdem sind wir in den Wat-Streik getreten und hatten ganz radikal beschlossen in Vientiane keinen einzigen Tempel zu besichtigen :-) .

Den Freitag verbrachten wir recht faul mit viel Karten spielen, bissl rumlaufen, essen, Postkarten schreiben usw. und am Abend ging es dann mit dem Sleeper-Bus ueber Nacht in 9 Stunden nach Pakse. Seehr cool der Bus! Sowas hab ich echt noch nie gesehen!!! Wie ein Liegewagen im Zug, aber eben als Bus.

Von Luang Prabang nach Vang Vieng

November 26, 2008 by

Von Luang Prabang aus ging es nach Vang Vieng, einem Ort zwischen Luang Prabang und der Hauptstadt Vientiane. Der Ort ist bekannt dafuer, ca. 4km auf einem Traktorschlauch den Fluss runter zu „tuben“.

Die Fahrt dorthin war ein Erlebnis fuer sich. Fuer ca. 230 km haben wir 8 Stunden gebraucht, eine Kurve nach der naechsten und Strassenbelag war auch nur sehr vereinzelt vorhanden. Nachdem sich einige Leute bereits uebergeben hatten ohne das Klo aufzusuchen und der „Kotz-Gestank“ in der Luft lag, wurde auch mir schlecht. Bis aufs Klo kam ich jedoch. Die Landschaft war jedoch der Hammer, wirklich super toll.

In Vang Vieng angekommen machten wir uns auf dem Weg zum einzigen authentischen Restaurant und zuvor buchten wir noch eine 4-Hoehlen/Tubing (so nennt man das auf dem Schlauch dahingleiten) – Tour.

Am naechsten Morgen ging es dann also los. Wir marschierten ca. 30-45 Minuten durch wunderschoene Gegenden, umgeben von Reisfelder und Felsen. Zuerst ging es zu zwei fast nebeneinander liegenden Hoehlen. In beiden versteckten sich waehrend des Vietnamkriegs Menschen und so erklaert sich auch warum Buddah’s drin sind. In der ersten Hoehle mussten wir durch ein winziges Loch klettern um dahinter noch eine viel groessere Hoehle zu sehen. Die zweite war insgesamt 1 km lang, wir schauten uns aber nur den Anfang an.

Im Anschluss daran ging es zur „Tubing-Hoehle“, d.h. die Hoehle war im Wasser. Wir wurden mit wasserfesten Stirnlampen ausgeruestet und ab ging es auf den Reifen. An einer Leine zogen wir uns entlang bis es nicht mehr ging … das Wasser war uebrigens recht kalt …!!! Am Ende angekommen legten wir die Reifen beiseite und krabbelten auf allen Vieren durch den Matsch … irgendwie war da ein Rundweg, dass heisst wir kamen dann wieder bei den Reifen raus und zurueck ging es … Leider keine Fotos von drinnen, weil wegen Wasser!

Danach gab es erst mal Mittagessen, ein recht ueppiges mit Fleischspiessen, Reis und Baguette. Gestaerkt ging es dann auf zur Elefantenhoehle (Elefant Cave), diese war allerdings recht unspaektakulaer.

Am Nachmittag war dann endlich Tubing angesagt. Dass es beliebt ist wussten wir ja, dass wir aber auf das Mallorca von Laos stossen war uns nicht klar. Auch hier gibt es keine Bilder, das Unterwassergehaeuse haben wir, schlauerweise, in Bangkok bei Bunpote gelassen. Also, wir rauf auf die Reifen und nach ca. 50 Meter schon die erste Bar. Da wir nur zu dritt waren konnten wir das ganze mit nur einem Stopp hinter uns bringen. Am Uferrand sind mindestens 8 Bars mit 100ten von betrunkenen Leuten, vorwiegend Amis, die Rutschen runterrutschten und sich an Seilen wie Tarzen ins Wasser fallen liessen. Karin probierte die Rutsche ebenfalls und nach einer halben Stunde Pause ging es weiter den Fluss entlang. Wir kamen um kurz vor fuenf zurueck und das war auch gut so. So allmaehlich wurde es kalt. Die Landschaft vom Reifen auf dem Wasser treibend zu geniessen war wirklich sehr toll.

Nach einer heissen Dusche ging es wieder zu dem Restaurant vom Vorabend und dann ins Bett.

Luang Prabang – Noch mehr Tempel, Moenche und Maerkte

November 26, 2008 by

Wie bereits berichtet kamen wir also am Samstag in Luang Prabang an. Am Sonntag machten wir uns wieder einmal auf zu einer dieser Lonely-Planet-Walking Tours. Allerdings haben wir diese deutlich abgekuerzt, da wir wirklich schon genug Tempel gesehen und beschlossen haben, taeglich maximal 3 zu besuchen. Abends ging es hoch auf den Huegel zum Phu Si Tempel um den Sonnenuntergang anzuschauen. Sehr schoen, wie die Sonne hinter dem Mekong versinkt, aber da oben ging es zu wie auf dem Stachus!

Insgesamt gefaellt uns Luang Prabang wirklich total gut. Sehr schoene Haeuser im franzoesichen Kolonialstil und viel dunkles Holz. Das erinnert uns doch gleich an unsere zukuenftige Wohnung :-) . Was allerdings ziemlich nervt sind diese Bettelkinder, die einem alle paar Meter nen Pappkarton mit aeusserst haesslichen Armbandchen und Puppen unter die Nase halten. Und dafuer wollen sie dann auch noch $1 kassieren (die schoenen gewebten Armbaender bei den thailaendischen Hilltribes haben dagegen nur 10 Baht, also ca. 1/3 gekostet!). Den Abschuss hat aber ein oben ohne Opi in Fischerhose geliefert. Der kam beim Fruehstueck her und hat uns einfach mal die offenen Haende unter die Nase gehalten und erst als wir ein paar mal den Kopf geschuettelt und ihn ne Minute ignoriert hatten ging er weiter. Am Nachbartisch hat ihm jemand nen Schein in die Hand gedrueckt, aber das war ihm offensichtlich nicht genug und er verlangte mehr! Also so eine unverschaemte Art zu Betteln hab ich auch noch nicht erlebt!!! Naja, aber wie gesagt… ansonsten ist die Stadt wirklich superschoen.

Montag Morgen klingelte dann schon um 5:30 der Wecker. Wer naemlich zuschauen moechte, wie die Moenche im Morgengrauen Almosen sammeln, der muss frueh raus. Sogar Tanja hat’s geschafft, aber nicht lange und dann hat es sie wieder ins Bett gezogen. Ich hab mir noch den Morgenmarkt genauer angeschaut und dabei so einige interessante Dinge gesehen. Neben jeder Menge Gemuese, Obst, Fleisch und Fisch, also ganz „normaler“ Lebensmittel, gab es dort auch Schlangen, gegrillte Ratten und Hunde sowie frische Maden zu kaufen. Brrrrr… naja, das muss ja nicht sein :-) . Ich hab mich dann doch lieber fuer Croissants entschieden und bin zurueck zum Guesthouse um Tanja zu wecken, denn um 9 Uhr ging’s weiter mit dem Bus in Richtung Vang Vieng.

Bilder gibt’s vorerst leider keine, denn das Internet hier ist nicht nur superlangsam, sondern der Computer hat anscheinend auch grad ein paar Viren auf unsere Memory Sticks losgelassen. Vom Rechner aus kann man zwar noch auf die Sticks zugreifen, aber die Kamera mag sie nicht mehr. Jetzt versuchen wir ne DVD zu brennen um anschliessend zumindest einen der Sticks formatieren zu koennen. Ihr muesst euch also noch gedulden und drueckt uns die Daumen, dass keine Bilder verloren gingen!


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.